Meine Daten gehören mir

Eine leere Fläche: Wem gehören die Daten? ©AllzweckJack / photocase.de
Eine leere Fläche: Wem gehören die Daten? ©AllzweckJack / photocase.de

Die Frage nach dem Dateneigentum erregt derzeit die Gemüter. Kein Wunder, dahinter verbirgt sich ein ökonomischer Wert. Die Daten stehen für milliardenschwere Geschäftsmodelle.

Erst jüngst – zur CeBIT 2017 – erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Video-Podcast, dass geregelt werden müsse, ob die Daten von vernetzten Autos den Software- oder den Fahrzeugherstellern gehören.

Wie bitte? Wieso den Software- oder Fahrzeugherstellern? Ich als Fahrer erzeuge mit meinem Auto und den dort eingebauten Systemen diese Daten inklusive sehr persönlicher Details. Natürlich gehören diese Daten mir!

Dateneigentum: Recht auf Selbstbestimmung

Jedes Byte, das Rückschlüsse auf meine persönlichen Vorlieben (egal was und wo) und Aufenthaltsorte, meine gesundheitliche Verfassung, meinen Gemütszustand, mein familiäres Leben, mein Freundeskreis und meine politische Gesinnung zulässt – diese Liste erhebt jetzt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – darf sich meiner Kontrolle nicht entziehen. Es gehört so gut geschützt wie ein Tagebuch.

Heutzutage ist es üblich, dass sich Unternehmen durch kleingedruckte AGB herausnehmen, sämtliche Daten abzugreifen und damit zu tun, was sie möchten. Am Beispiel von Connected Cars werden die Besitzer von Autos quasi durch die Hintertür entrechtet und ihrer Privatsphäre beraubt.

Verbraucher müssen vor Datenkraken geschützt werden

Wir brauchen endlich einen wirksamen Verbraucherschutz für digitale Dienste und (intelligente) Geräte.

Genauso wie bei Medikamenten Wirkungen und Nebenwirkungen angegeben werden müssen, ist bei digitalen Produkten die Datennutzung für den Konsumenten deutlich und offen zu kennzeichnen, was deren primärer Zweck ist und was diese ansonsten noch so „treiben“. Elektrogeräte oder Software, die schädliche Nebenwirkungen haben, heißt ein Eigenleben entwickeln, das mit dem eigentlichen Verwendungszweck nichts zu tun hat, gehören vom Markt.

Wer jetzt noch nicht glaubt, dass „digitale Nebenwirkungen“ lebensentscheidend und möglicherweise sogar existenzbedrohend sein können, dem empfehle ich einen Blick auf …

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