Von Mutter Google, Stalkern & Nachahmern

Netzfundstücke

„Mutter“ Google führt uns

Wird Google bald in eine Art „Mutterrolle“ schlüpfen? Das könnte man jedenfalls fürchten, wenn man sich das interne Video von Google „The Selfish Ledger“ anschaut. Darin zeigt der Konzern seine Zukunftsvisionen – natürlich nur, um die Debatte über Künstliche Intelligenz und Datenschutz anzuregen, wie der Konzern nach öffentlicher Aufregung beschwichtigt. Für jedes Problem, für jede menschliche Herausforderung hat Google eine Antwort parat.

Google möchte den Menschen gerne Lösungen für ihr Leben an die Hand geben – damit sie nicht mehr viel denken oder gar eigenständig handeln müssen. Der gemeinsame Weg führt in die Unmündigkeit, schließlich gibt es von jedem Menschen so viele Daten, dass das System uns besser kennt als wir uns selbst. Kinder, nabelt euch von „Mutter“ Google ab!

Mehr Datenschutz für Kalifornier

Wie cool ist das: Eine Idee aus Europa schwappt nach Amerika über. Genauer – nach Kalifornien. Und dann geht’s auch noch um Datenschutz.

Der US-Bundesstaat Kalifornien will ab 1.1.2020 seinen Bürgern mehr Rechte für ihre eigenen Daten zugestehen. Der „California Consumer Privacy Act“, so der Titel des zugrundeliegenden Gesetzes, wurde bereits unterzeichnet und orientiert sich an der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Politiker haben das Gesetz etwas widerstrebend auf den Weg gebracht. Das Parlament sah sich aufgrund eines Bürgerbegehrens für mehr Datenschutz dazu gezwungen. Wer darüber wenig erfreut ist: Google, Amazon, Microsoft, Apple und Facebook.
https://www.golem.de/news/dsgvo-kalifornien-erhaelt-datenschutz-nach-europaeischem-vorbild-1806-135221.html

Start-up-Gründer warnt vor seiner Schöpfung

Wer ist besonders scharf auf Gesichtserkennung? Staaten sind da ganz vorne mit dabei. Davon ist der Gründer eines Start-ups für Gesichtserkennungssoftware Brian Brackeen überzeugt. Er ruft seine Branchenkollegen auf, die Software-Produkte nicht an Regierungen und Polizei  zu verkaufen, auch wenn es den Umsatz schmälert. Aufgrund der Fehlerquote der Programme würden zu viele falsche Verdächtige herauskommen und außerdem seien dann Tür und Tor für die Totalüberwachung geöffnet. Brackeen möchte verhindern, dass es zu staatlicher Überwachung wie in China kommt. Respekt, ein Unternehmer, der ethisches Handeln über seinen Umsatz stellt.
http://www.sueddeutsche.de/digital/gesichtserkennung-angst-vor-der-eigenen-macht-1.4030342

Service-Tipp: Stalker auf dem iPhone abschalten

Lieber iPhone-Nutzer, wenn Sie wissen möchten, welche Städte, Gasthäuser, Straßen oder Kaufhäuser Sie in den vergangenen Monaten wann und wie lange besucht haben, dann verrät Ihnen das natürlich Google-Maps. Aber auch das iPhone selbst hat eine geheime Karte, wo all diese Lebenswege von Ihnen aufgezeichnet sind. Hier gibt es eine nützliche 6-Schritte-Anleitung, wie Sie Ihren iPhone-Stalker abhängen können.
https://www.inside-handy.de/magazin/49554-apple-iphone-standort-speicher-karte-datenschutz

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